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 KOLUMNE à la CARRIE 

Gedanken vom Central Park

24 May 2018


Um ehrlich zu sein: es ist relativ still hier. Also für den Central Park.

Schließlich ist er - wie auch für mich - für die meisten Touristen ein „To Do“ auf der Liste der Dinge, die man halt so macht, wenn man in New York City ist.

Egal an welcher Ecke, hier sind immer und überall Touristen und somit jede Menge Trubel.

 

 

Ich habe mir an der 6th Ave, Ecke 59th Street einen Salat gekauft, bin den Rest zum Central Park gelaufen und habe mir ein relativ ruhiges Plätzchen im Schatten gesucht um in Ruhe essen zu können. 

Einfach auf der Wiese. 

Irgendwo im Central Park.

 

Oh, New York.

 

Ich liebe es hier. Egal wo - USA fühlte und fühlt sich für mich immer an, als würde ich heimkommen. 

Woher diese Verbundenheit kommt - keine Ahnung.

Und New York City - allen voran Manhattan - ist und bleibt mein happy place.

 

Zurück zum Central Park. 

Es ist so grün hier, ich kann die unterschiedlichsten Vögel zwitschern hören. Neben mir streitet sich ein schwules Paar. Genauso wie die Touristen sind die Squirrels - die grauen Eichhörnchen - hier nicht wegzudenken und sie wuseln um mich herum. Schließlich habe ich gerade gegessen. Wenn ich mich umdrehe sehe ich hinter mir auf einer der Straßen des Parks die Pferdekutschen vorbeifahren, sowie jede Menge Fahrradfahrer und Jogger.

Es ist so hügelig hier. 

Riesige Felsbrocken - inmitten dieser bemerkenswerten Stadt. 

 

Und dann - über den Bäumen vor mir erstreckt sich diese berühmte Film- und Fotokulisse. Die Front aus Wolkenkratzern die an der Straße zwischen 5th und 8th Avenue stehen und ganz oben thront der rote Essex House Schriftzug. 

 

Hier ist mein Platz.

Mit diesem Blick.

Das war der erste Anlaufpunkt, nachdem ich in Manhattan angekommen bin.

Und genau dieser, ist es wieder.

Hier sehne ich mich seit Wochen hin.

Und nun bin ich da.

In dieser Woche schon zum zweiten Mal. 

 

Nach ein paar Tagen in Boston, bin ich nun in NYC, es ist bereits Tag 5, wie mir gerade auffällt. Kaum zu glauben. 

Aber ich habe noch 7 Nächte vor mir, bevor es weiter nach Chicago, Milwaukee und Toronto geht.

 

Genug Zeit also zum erholen, genießen, schauen, hören, staunen, strahlen und erleben.

 

Hinter mir liegen so anstrengende Wochen, emotional wie auch körperlich.

Der Tag vor meinem Urlaub war die Krönung des Ganzen und ich hatte eindeutig wieder eine Grenze erreicht.

Aber hierzu mehr in der nächsten Kolumne.

Als ich diesen Urlaub gebucht habe, hatte ich von der aktuellen Situation noch keine Ahnung. 

Und nun kann ich sagen: ich hätte nichts besseres tun können, als hierher zu kommen.

 

Heute ist es sonnig. Der Stein auf dem ich sitze ist ganz warm. Ich sitze hier im Schneidersitz und sehe immer wieder auf, zu dem mir mittlerweile bekannten Ausblick.

 

Ich kann nicht genug davon bekommen.

 

Oh, New York. 

 

 

 

Ich bin seit einer Woche in den USA, habe bereits knapp 90 km zu Fuß hingelegt. In Boston hatte ich nur 2,5 Tage in denen ich natürlich so viel wie möglich sehen wollte. Und auch die erste Tage hier in NY hatte ich meine Anlaufpunkte, die ich geplant hatte zu sehen und die ich abklapperte. Orte an die ich unbedingt zurückkommen wollte, aber auch neu Ecken. 

Ich weiß ich habe noch genug Zeit um nach Downtown zu fahren oder durch die Neighborhoods um Soho zu schlendern.

Vielleicht fahre ich auch noch nach Brooklyn oder in die Bronx.

 

Aber es ist noch genug Zeit. Ich habe Zeit. Seit langem mal wieder.

Und deswegen kann ich heute einfach mal NICHTS tun. 

 

Was für ein Luxus.

Auch das fällt mir gerade auf.

 

In diesem Moment bin dankbar, glücklich und ausgeglichen.

 

Ich sitze hier, im Central Park, an einem der mir liebsten Plätze der Welt und muss absolut nichts tun. 

Und damit meine ich keine Karte aufzuschlagen, um zu sehen, wohin ich gehen muss.

New Yorks Straßennetz hatte ich nach dem ersten Tag wieder drin.

Keine Gedanken, was ich heute noch machen werde oder was logistisch sinnvoll wäre zu kombinieren.

Kein Suchen nach der nächsten WlFI Station - apropos: daran könnte sich Deutschland wirklich ein Beispiel nehmen.

 

Einfach nichts. 

 

Die einzige Aufgabe die ich heute hatte war Tickets am Broadway zu besorgen - das ist bereits erledigt - mir einen Salat zu holen und stundenlang im Central Park zu sitzen. 

 

Ich werde hier sitzen bis ich keine Lust mehr habe.

Oder naja - sagen wir bis ich das nächste mal auf die Toilette muss. 

Aber selbst die gibt es hier im Central Park fast an jeder Ecke und danach werde ich einfach zur anderen Seite des Central Parks spazieren und auch dort einfach wieder nur sitzen, schreiben und beobachten.

 

New York hat diese unglaubliche Energie, die sich auf mich überträgt. 

Ich kann nichts dagegen tun. 

 

Und das ist auch gut so. 

Genau deswegen bin ich hier.

 

Ich sitze hier, allein im Central Park, mit meinem MacBook auf dem Schoß - und kann es nicht fassen. 

Weit weg von Zuhause.

Kein WIFI.

Nur ich und meine Gedanken. Und die sind seit sehr langer Zeit mal wieder leicht, frei und bunt.

Ich habe wieder Energie zum Schreiben. 

Ich verspüre das vergessene Gefühl von Motivation.

 

 

Oh New York - du tust mir so gut. 

 

 

Love Carrie

 

 

 

 

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