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 KOLUMNE à la CARRIE 

Was es mit Milch auf sich hat

10 Dec 2017

Leider ist Milch nicht weniger schädlich als Fleisch oder Eier. Aber auch dieses Thema ist wahnsinnig komplex, weshalb ich wieder nach der Einleitung ein paar Punkte zitieren möchte.

 

 

Ich bin mir bewusst, das was ich jetzt gleich schreiben werde, mir eigentlich peinlich sein müsste, weil ich es tatsächlich bis zu meinem 26. Lebensjahr nicht wusste. Peinlich ist es mir aber nicht mehr, seitdem ich mit mehreren, auch wesentlich älteren, Freunden und Bekannten über das Thema gesprochen habe und diese ebenfalls nicht wussten, dass eine Kuh nicht immer Milch gibt.

Falls es dem ein oder anderen zufällig so geht wie mir vor einem Jahr: JA! eine Kuh gibt genau wie eine Frau und jedes andere Säugetier nur dann Milch, wenn die Nachfrage da ist, sprich sie Nachwuchs erwartet und diesen nach der Geburt ernähren muss.
Nun stelle sich doch mal jede Mutter oder die, die es werden möchte vor, sie wäre schwanger und nach der Geburt würde man ihr das Kind nehmen, und nicht nur das, sondern sie immer und immer wieder zu befruchten, nur um sie melken zu können.

So ergeht es nämlich Kühen.

 

Die Bindung zwischen der Mutterkuh und ihrem Kalb ist besonders stark. Sie pflegt es intensiv, schützt es vor Gefahren und ernährt es mit ihrer Milch. Die enge Mutter-Kind-Bindung bricht nie ganz ab. Kommt uns bekannt vor , oder? In konventioneller Tierhaltung werden Mutter und Kalb kurz nach der Geburt getrennt und ihnen jeglicher Kontakt zueinander verwehrt. Die Kuh wird mit dem Eintreten der Geschlechtsreife im Alter von 16-18 Monaten erstmals künstlich besamt. Kurz nach der Geburt ihres ersten Kalbes gibt die Kuh Milch, die der Mensch für sich beansprucht. Deshalb werden Kuh und Kalb nach nur wenigen Stunden oder Tagen voneinander getrennt und das Kalb erhält zumeist Milchersatz, ein Gemisch aus Magermilchpulver und Wasser.

Durch die Trennung von der Mutterkuh wird das Kalb oft krankheitsanfälliger. Auch entwickeln sich Verhaltensstörungen, da das Kalb sein natürliches Bedürfnis, am Euter der Mutter zu saugen, nicht befriedigen kann. Die Fürsorge und Pflege ihrer Mutter erfahren diese Kälber nie.

Nach der Geburt des letzten Kalbes wird eine Milchkuh so schnell wie möglich wieder besamt, damit sie möglichst viel Milch gibt. Die Milchleistung pro Kuh  das ist die Menge an Milch, die eine Kuh pro Jahr gibt – nahm in den letzten Jahren kontinuierlich zu. Hochleistungs-Milchkühe geben heute bis zu 12.000 Liter Milch im Jahr. Diese Tiere bekommen enorme Mengen Kraftfutter, um eine solch hohe Milchleistung zu erzeugen. Vergleichbar ist diese körperliche Leistung mit einem Spitzensportler, der jeden Tag einen Marathon laufen muss.

Nach fünf bis sechs Jahren und einigen Schwangerschaften sind die Milchkühe „verbraucht“. Unter normalen Umständen kann eine Kuh bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Das alleine sollte schon Grund genug sein, auf Milch zu verzichten, aber kommen wir dazu, warum genau Milch für uns Menschen nun so ungesund ist:

 

  • Keine einzige Art außer dem Menschen nimmt einer anderen Art die Milch weg!

  • Da Milch immer ursprünglich Muttermilch und damit Säuglingsnahrung ist und nur von uns zweckentfremdet wird, ist dieser Zusammenhang gut zu durchschauen. Für ein Neugeborenes - genauso wie für ein Kalb - ist dieses spezifische Wachstumshormon sinnvoll, denn beim Säugling geht es vor allem um Zellvermehrung und Aufbau eigener Strukturen.

  • Je später im Leben folglich noch Milchprodukte genommen werden, desto schlechter für den Organismus. Wer abgestillt ist, sollte das akzeptieren und Muttermilch den Säuglingen lassen.

  • Die Beobachtung, dass mit reichlich Milchprodukten versorgte Kinder besonders häufig erkältet sind, haben auch bei uns viele Therapeuten gemacht. Schleim ist natürlich ein wichtiger Stoff im Organismus. Beim Transport von Stuhl im Darm oder beim Geschlechtsverkehr fungiert er als wichtiges Gleitmittel. Wird er aber - wie mit Milch(produkten) im Übermaß zugeführt, ist die Tendenz zu Krankheiten wie Erkältungen oder Asthma unverkennbar.

  • Kuhmilch ist den Bedürfnissen von Kälbern angepasst. Schnelles Wachstum und rascher, starker Knochenaufbau bei nur mäßiger Gehirnentwicklung sind notwendig, damit Kälber in freier Natur rasch mit den Herden Schritt halten und gegebenenfalls vor Raubtieren fliehen können.

  • Für das schnelle Knochenwachstum des Kalbes braucht Kuhmilch vier- bis fünfmal so viel Calcium wie Frauenmilch und viel mehr Mineralstoffe und Eiweiß. Menschenkinder haben offensichtlich eine ganz andere Ausgangssituation. Lange bei der Mutter geht es anfangs vor allem um Gehirnentwicklung. Dafür enthält menschl. Milch fast doppelt so viel Milchzucker wie die von Kühen. Milch ist ganz offensichtlich nicht gleich Milch., ihre Zusammensetzung ist so individuell wie die Bedürfnisse der jeweiligen Art.

  • Muttermilch ist nicht nur speziell auf die eigene Art, sondern sogar speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Säuglingsalters zugeschnitten und passt sich damit seiner Entwicklung und seinen Bedürfnissen in den ersten Lebensmonaten an.

  • Da Milch jeder Kuh in ihrer Eiweißzusammensetzung individuell ist und andere Proteine enthält, aber in der modernen Milchwirtschaft mit der von zig 1000 anderen Kühen vermischt wird und die Proteine noch zusätzlich durch Pasteurisierung denaturiert werden, kommt ein Eiweißcocktail zusammen, der immer mehr menschl. Immunsysteme überfordert, was Milch zu der Allergiequelle schlechthin macht und Autoimmunerkrankungen fördert.

  • Da nach der Stillzeit von der natur nicht mehr vorgesehen, haben viele Erwachsene nicht genug vom Enzym laktase, das die laktose, den Milchzucker, abbaut. Das ist eigentlich völlig natürlich und kein Problem, es wird nur durch die unnatürliche Ernährung mit Milchprodukten dazu. Laktasemangel führt dann zu Blähungen.

  • Das Miclhfett der Kuh ist ebenfalls problematisch für menschen, denn es enthält einen viel höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren als etwa menschliche Muttermilch, was ein Beitrag zur Arteriosklerose sein könnte.

  • Selbstverständlich hat der Konsum von Tierprodukten auch Auswirkungen auf die menschliche Muttermilch. So ließen sich darin umso mehr giftige Substanzen feststellen, je mehr Fleisch inkl. Geflügel und Fisch, Eier und Milch(produkte) die Mutter konsumiert hatte. Fleisch enthält im Schnitt 14-mal mehr Pestizide als pflanzliche Nahrung; Milch(produkte) 5,5-mal so viel.
     

Der Missbrauch, der den Muttertieren angetan wird, beschränkt sich natürlich nicht auf Kuhställe - Milch von Tieren beruht immer auf demselben Trick oder Betrug an Muttertieren. 

 

Keiner von uns kommt auf die Idee seinen Hund oder seine Katze zu melken, genauso wenig wie eine Maus zu einem Wolf geht und dessen Milch trinkt. Logischerweise müssten wir unsere eigene Milch konsumieren, aber das ist ja "eklig", stimmt's?

 

 

Love, Carrie

 

 

Und wieder sind alle Punkte aus Rüdiger Dahlkes Buch "Peace Food" zitiert.

 

 

 

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