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 KOLUMNE à la CARRIE 

Life Update II - oder auch wie ich prokrastiniere.

29 Oct 2017

Ich hoffe, dass einige unter Euch jetzt erst Mal denken: was ist den prokrastinieren?
So ging es nämlich mir.


Prokrastination. Was für ein Wort.
Hatte ich vor kurzen in einem Gespräch aufgeschnappt und mich still und heimlich gefragt, was das wohl heißt. Ihr kennt sicherlich diese Situation, wenn während eines Gespräches ein Fremdwort fällt, mit dem man absolut nichts anfangen kann, man aber doch zustimmend nickt und so tut, als ob man ganz genau weiß, um was es hier gerade geht.
Aber in diesem Fall – Prokrastionation - kennt anscheinend nicht mal mein WORD-Programm, denn es ist rot unterringelt.

 

 

 

 

Also fragte ich Google.

Prokrastination oder auch prokrastinieren heißt nichts anderes als wichtige Dinge (krankhaft) vertagen, verschieben, Dinge vor sich herschieben.


Die Aufschieberitis sozusagen.

Und anscheinend bin ich ziemlich gut darin.
Gut im prokrastinieren.
Und es nervt.
Und zwar gewaltig.

 

Ich möchte regelmäßig Kolumnen schreiben und diese hochladen, vertage es dann aber zum Beispiel auf das kommende Wochenende. Das Wochenende läuft dann aber doch anders als geplant und schon wieder schiebe ich es vor mir weg.
Oder auch in der Arbeit: vor allem vor unangenehmen Kundengesprächen, oder andere Aufgaben, die ich als weniger angenehm oder spaßig erachte, drücke ich mich, und schiebe sie nicht selten so lange vor mir her, dass es von alleine schon immer unangenehmer wird.

 

Nö, ich vertage es. Auf morgen.

Ab morgen werde ich auch mal wieder aufhören Süßes zu essen.
Ok, nein ab nächsten Montag, diese Woche gönne ich es mir noch.
Montag - wie viele Montage schon verstrichen sind, an denen ich irgendetwas aufhören oder neu anfangen wollte.

 

Aber warum ist das so?
Warum schieben wir immer wieder Dinge auf, obwohl es entweder gemacht werden muss oder wir es ja auch ganz bewusst ändern möchten?
Warum prokrastinieren wir?

 

Für so ein gewichtiges Wort muss es ja sicherlich auch Lösungsansätze geben.
Also habe ich etwas recherchiert.
Einer der ersten Sätze, den ich zum Thema las, war, dass Prokrastination nichts mit Faulheit zu tun hat. Puuhh. Das empfinde ich als beruhigend, denn ich glaube weder, dass ich faul bin, noch möchte ich es sein.
Ganz im Gegenteil, es ist eine ernstzunehmende Arbeitsstörung und kann leider auch krankhaft sein, nämlich dann, wenn man unter dem Aufschieben so leidet, dass es Auswirkungen auf Beruf, Schule, oder andere Lebensbereiche hat und dadurch wiederum auf die Gesundheit. Hierfür gibt es tatsächlich spezielle Therapien.

 

So weit bin ich zum Glück nicht. Aber trotzdem interessierte mich natürlich die Ursache und wie man das Ganze beheben kann.

In einem Artikel beschrieb man die Ursachen so, dass man dann aufschiebt, wenn man weiß, dass das Aufschieben folgenlos bleibt.
Ein anderer Anhaltspunkt war die Annahme, dass Persönlichkeiten, die Anfänge lieben, aber Detailarbeit scheuen, dann dazu neigen, das ganze Projekt zu scheuen, da sie Angst vor Versagen haben und gegenteilig zum Perfektionismus neigen.
Außerdem sei Aufschieben immer mit Impulsivität und Ablenkbarkeit verbunden. Prokrastinationsfördernde  Faktoren sind unter anderem Unstrukturiertheit, falsches Zeitmanagement, Ablenkung, Angst vor Versagen oder Kritik und Fehleinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit oder der Aufgabenstellung.

 

Tatsächlich habe ich so meine Probleme, daran zu glauben, aber das geht mir bei Depressionen oder Burn-Out genauso. Ich bin der Meinung, dass man sich einfach mal auf den Hosenboden setzen sollte und schlichtweg, den inneren Schweinehund oder die „Keine-Lust- Einstellung“ überwinden muss.
Das Leben ist nun mal kein Ponyhof wie wir alle wissen.

 

Nichtsdestotrotz konnte ich aus der Recherche einige positive, hilfreiche Aspekte gewinnen, vor allem im Hinblick auf meine Kolumne:

  • Struktur: jeden Mittwoch und Sonntag werde ich eine Kolumne hochladen und mir beim Schreiben auch etwas mehr Struktur verschaffen. Vor allem bei Recherchearbeiten werde ich meinen inneren Schweinehund besiegen müssen.

  • Realistische Ziele setzen: zwei Kolumnen pro Woche sind machbar, hierfür habe ich genug Zeit jeweils Eine vorzubereiten.

  • Ablenkungsquellen verbannen: bei mir ganz klar, das Handy. Ab jetzt wird der Flugmodus aktiviert und außer Sichtweite platziert, sobald ich schreibe.

  • Atmosphäre schaffen: geht bei mir mit der Ablenkung einher, ich muss beim Schreiben alleine sein, ich darf nicht frieren und muss bequem sitzen. Außerdem muss ein neuer Laptop her und eine neue Sorte Tee. Vielleicht auch eine schöne Kerze.

  • Alternatives Arbeitsverhalten: ein anderer Ort, ein anderer Ablauf, Tee anstatt Kaffee, To Do Listen oder auch keine, mehrere Themen gleichzeitig behandeln oder auf eines konzentrieren. Ich werde alles ausprobieren, uns sehen was für mich am Besten funktioniert.

 

In einer Umfrage gaben nur 2% an, niemals aufzuschieben. Also habe ich doch eine  große Chance, dass unter den Lesern hier auch einige unter Aufschieberitis leiden und vielleicht könnt ihr einige Punkte beherzigen und für euch umsetzen.

 

Allein die Recherche zu diesem Thema hat mich schon wieder etwas mehr motiviert, vor allem Extrembeispiele zeigen mir, dass ich von dem Zustand einer krankhaften Prokrastination noch weit entfernt bin und diesen auch nicht erreichen möchte.

 

Hilft nichts, hinsetzen und anfangen und vor allem dran bleiben.
Wenn Jemand weitere hilfreiche Tipps hat, immer her damit.

 

Love, Carrie

 

 

Quellen: 
Spiegel

Zeit

Uni Münster

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