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 KOLUMNE à la CARRIE 

Life Update

16 Aug 2017

Ich finde es selber ganz furchtbar, dass es hier so still ist, aber im Moment müsste ich wirklich Superkräfte besitzen oder mein Tag 100 Stunden lang sein.

 

 

 

In den letzten Wochen stand zum einen der Umzug meines Bruders an.
Er ist nach Nürnberg in eine intensiv betreute Wohngruppe gekommen. Wir haben ziemlich lange auf diesen Platz gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt.

Wir - und wir haben das Gefühl auch Frederik - fühlen uns dort wirklich sehr wohl. Und was das Wichtigste ist: mein Bruder ist in den besten Händen - besser hätten wir es in dieser Situation wohl nicht treffen können.

Für uns hat sich ja schon damals der Wechsel nach  Kipfenberg - nach der Tortur im Südklinikum Nürnberg - wie der Himmel auf Erden angefühlt. Mit der Zeit haben wir allerdings auch dort Schwachstellen entdeckt und am Ende war uns eigentlich klar, dass es nicht die beste Option für Frederik ist.

Versteht mich nicht falsch, wir verdanken Kipfenberg sicherlich sehr viel und dessen sind wir uns auch bewusst. Aber seitdem wir hier in Nürnberg sind, sehen wir wie viel besser es noch geht.

Die WG ist ein schickes Einfamilienhaus mit einem herrlich angelegtem Garten. Das Zimmer meines Bruders - welches wir selbst gestrichen und mit den Möbeln und Gegenständen meines Bruders eingerichtet und dekoriert haben - hat einen direkten Zugang zur großen Terrasse und von dort und auch von seinem Bett, kann er in den Garten sehen, der rundum umzäunt und bewachsen ist, so dass von außen keiner rein sehen kann und wir unsere Hunde mitbringen und laufen lassen können.
Zu der WG gehören neben Frederik noch drei ältere Herren. Die vier "Bewohner" werden rund um die Uhr von 2 (!) Pflegern oder Schwestern betreut.

Was für ein Pflegeschlüssel.

Jeder Einzelne aus dem Team identifiziert sich glaube ich zu 100 % mit seinem Job und den Betreuten. So kommt es auf jeden Fall bei uns an. Alle kümmern sich wirklich hingebungsvoll um Frederik, wir werden mit Respekt behandelt und was am schönsten ist: es findet Kommunikation statt und sie funktioniert. Juhuu!

Bisher haben wir absolut nichts zu bemängeln und es fällt eine große Last von unseren Schultern.

Auch hier geht natürlich die Therapie hochfrequent weiter, die Therapeuten kommen ins Haus und neben den "verschriebenen Therapien" können wir allerhand "alternative Heilmethoden" ausprobieren und einsetzen.

 

Die Atmosphäre ist die eines ganz normalen Wohnhauses.
Es riecht weder nach Krankenhaus oder Pflegeheim, noch sieht es danach aus.
Das ist es jetzt vorerst das Zuhause meines Bruders.
Die Umgebung stimmt.

Das Team ist toll.

Die Therapeuten machen einen sehr guten Eindruck.

Wir müssen nicht mehr jeden Tag 120 km Autobahn fahren.

Ich hoffe sehr, dass meinem kleinen Bruder der Tapetenwechsel genauso gut tut, wie mir und meiner Familie.

 

Und wenn wir gerade beim Thema sind: für uns stand noch ein weiterer Tapetenwechsel an. Unsere beiden Firmen sind in einem Büro untergebracht, und demnach teilen meine Mama und ich uns ein Büro und genau damit sind wir auch noch umgezogen.

Dazu muss ich sagen, dass Umzüge, ob geschäftlich oder privat, meine eigenen oder die von Freunden, bei denen ich helfe, nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Das Aussortieren, das Einpacken, das Einladen, das Fahren, das Ausladen, das Hochschleppen, das Auspacken, Möbel müssen aufgebaut werden, danach muss geputzt und alles eingeräumt werden und letztendlich die elendig vielen kleinen und größeren Probleme zwischen all den Schritten, wie kaputte Möbel, verschwundene Unterlagen und nicht funktionierende Technik.

Hallo Vodafone: wäre schön gewesen, wenn nicht nur wir umziehen, sondern auch unser Telefon und Internet mit uns.

Eine Katastrophe.

Hinzu kommt in unserem Fall natürlich noch der emotionale Aspekt.

In bestimmten Momenten wird uns dann wieder vor Augen geführt, dass sich etwas ganz stark verändert hat.

Wir reagieren auf eine Situation, die eh schon schlimm ist.

 

Schwierig zu erklären.

 

Aber es hat natürlich auch was Gutes: neue Möbel, neue Farben, neue Dekoration - letzteres ist wohl das schönste und wichtigste an einem Umzug - wer kennt's?

 

Und schlichtweg das NEU-Gefühl. 

Ein bisschen wie ein Neustart.

Vor allem für mich fühlt es sich ein wenig so an, weil ich bei der Gestaltung teilweise ziemlich stark meinen Kopf durchgesetzt habe und das neue Büro jetzt auch als "meines" ansehe.

In Zukunft möchte ich von hier aus auch schreiben.

Und darauf freue mich mich.

Ich, in meinem weiß-rosa Büro, mein Laptop und ein Kopf voller Ideen.

 

Nebenbei müssen natürlich die Geschäfte weiterlaufen und nachwievor sind wir täglich bei Frederik. 

 

Vielleicht versteht ihr jetzt besser, warum für mich gerade 24 Stunden Tage nicht ausreichen.

Und dann bleiben eben bestimmte Dinge auf der Strecke. Wie meine Kolumne.
Dafür hat mir die Zeit und manchmal auch die Kraft gefehlt.

Heißt nicht, dass ich gar nichts geschrieben habe - ganz im Gegenteil, ich habe eigentlich recht viel geschrieben, weil es tatsächlich immer noch der perfekte Ausgleich für mich ist.
Aber es ist eben noch nichts richtig fertig.

Noch nicht perfekt in meinen Augen.

 

Also seid bitte nicht zu streng mit mir und habt etwas Geduld, ich hoffe, dass am Wochenende Einiges fertig wird.

 

So viel zu meinem Life-Update.

 

Love, Carrie

 

 

 

 

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