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 KOLUMNE à la CARRIE 

An all die Nörgler und Amateur-Deprimierten!

16 Jul 2017

Kürzlich habe ich eine Kolumne über die Last, die ich zu tragen habe, verfasst. Ich beschreibe wie schwer das Päckchen ist, das ich im Moment ständig mit mir herum trage.

Ein paar Tage später habe ich eine Kolumne veröffentlicht mit dem Titel: Ist das Leben noch schön? In dieser Kolumne hinterfrage ich, wie man sein Leben genießen kann, bzw. ob man es noch darf, auch wenn der kleine Bruder im Wachkoma liegt und man nicht weiß, ob er jemals wieder aufwachen wird.

 

 

Ich musste alle meine Kolumnen noch einmal lesen, um sicher zu gehen, folgendes jetzt guten Gewissens sagen zu können: ich beschwere mich nicht!

 

Deshalb richtet sich die heutige Kolumne an all die Beschwerer, Pessimisten, Lebensuntüchtigen, Lebensverneiner, Dauernörgler und Amateur-Deprimierten:

 

Ich hasse meinen Job. Ich bin in meiner Beziehung nicht glücklich. Ich hasse meinen Körper. Meine Haare sind zu dünn. Ich bin so unglücklich. Ich finde keinen Mann. Ich werde immer älter. Was stimmt nicht mit mir. Ich kann nicht. Ich bin nicht glücklich. Mir fehlt der Mut. Ich wäre gerne wie sie. Das kann ich mir eh nie leisten.  Ich habe keine Zeit. Was sollen die Leute denken. Ich habe so viel Stress. Ich bin fast 30. Ich kann nichts anderes. Ich habe keine Lust. Eigentlich würde ich viel lieber das tun. Es ist einfach zu anstrengend. Ich habe Angst davor. Ich bin unzufrieden. Ich wäre gerne dünner. Ich kann mich nicht aufraffen. Meine Freundin nervt. Die Arbeit nervt. Mein Chef spinnt. Ich schaffe es nicht. Mein Tag war scheiße. Mein Leben ist scheiße. Alles ist scheiße. Ja selbst ich bin scheiße.

 

Es sind nicht allein Aussagen wie diese.

Ich bin mir fast sicher, dass jeder von euch irgendjemand kennt, der dieses „Ich-bin-grundsätzlich-unglücklich-und-unzufrieden“ förmlich ausstrahlt. Der (oder die) bei jedem Gespräch irgendetwas auszusetzen hat, in allem und jedem immer nur das schlechte sieht. Der keinen Optimismus zulässt. Wenn man sich mit solch einer Person länger unterhält, ist man am Ende selbst ganz deprimiert, weil die Art Gespräche unfassbar anstrengend sind und man sich vergeblich den Mund fusselig redet.

 

 

Ganz ehrlich: fickt euch!
Es nervt gewaltig und macht extrem unsympathisch.

 

 

Es gibt Menschen, die ein wesentlich schwereres Päckchen zu tragen haben, als einen Job, von dem man gelangweilt ist oder eine Beziehung die das Leben nicht bereichert, sondern vollkommen einnimmt. 

Aber es sind genau die Menschen, die sich nicht beschweren.

Sie fallen hin, sie stehen auf und sie lernen daraus. Sie beweisen Stärke.

Sie nehmen ihr Schicksal an und versuchen das Beste daraus zu machen.

So gut es eben geht.

Aber sie beschweren sich nicht.

 

 

 

Ich wage zu behaupten, dass auch bei mir das Schicksal ganz schön zugeschlagen hat.

Ich muss es so annehmen und versuche irgendwie das Beste daraus zu machen. Natürlich könnte auch ich verzweifeln, mich gehen lassen, in meinem Elend versinken. Und Jedem, der danach fragt, mein Leid klagen.

 

Aber was dann? Wem wäre damit geholfen?

Richtig, absolut Niemanden!

 

Schon während des Studiums habe ich mehr gearbeitet, als viele meiner Freundinnen. Ist halt so mit einer eigenen Firma, in der teilweise die Mitarbeiter auch am Wochenende oder spät abends arbeiten. Als Selbstständige habe ich auch keine 30 Tage Urlaub im Jahr.

Aber: genau das Leben habe ich mir so ausgesucht. Deshalb kann und will ich mich auch nicht beschweren.

 

Auch ihr, jeder von euch – hat sich das Leben, das er lebt, genau so ausgesucht.

Ihr habt eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, das ihr frei gewählt habt. Ihr habt euch auf freie Stellen beworben und führt jetzt diese Arbeit aus.

Ihr habt euch freiwillig einen Partner oder eine Partnerin gesucht, und teilt nun das Leben mit ihm oder ihr. Ihr entscheidet ganz allein, ob euch diese Beziehung erfüllt.

Ihr nehmt die Lebensmittel zu euch, die ihr vorher in einen Supermarkt kauft: ihr seid es selbst, ihr beeinflusst euer Körpergewicht und eure Gesundheit (positiv oder negativ).

Ihr entscheidet, ob ihr am Morgen eine Stunde länger liegen bleiben wollt oder vielleicht doch in die Sportschuhe schlüpft und eine Runde laufen geht.

Ihr könnte entweder das ganze Wochenende vor dem Fernseher verbringen, eine Serie nach der anderen sehen oder einfach mal nach Alternativen suchen.

 

Ihr habt euch alle das Leben ausgesucht, das ihr lebt.


Also hört verdammt nochmal auf euch ständig zu beschweren und an allem rumzunörgeln.

 

Auch in meinem Freundeskreis kommt es vor, dass mal wieder ein Alles-ist-so-Scheiße-Tag ist und demnach alle nur an irgendwas rumnörgeln und sich beschweren.

Ich sitze daneben und denke: „Was soll ich denn nur sagen?“

Ich könnte einwerfen: „Ich musste ein Bild für den Schwerbehindertenausweis meines Bruders raussuchen.", oder "Wir verkaufen mein Elternhaus.“
 

Aber ich schweige.
Ich könnte mich permanent beschweren wie unfair das Leben ist.
Aber ich tue es nicht!

 

Natürlich hat jeder mal einen schlechten Tag, man darf auch mal von allem genervt sein. Das bin ich auch.

Aber diese Amateur-Deprimiertheit, wie ungerecht die ganze Welt ist und man die bemitleidenswerteste Person darauf ist, das ist sowas von daneben.

Vor allem gegenüber Jemand, der gerade wirklich durch die Hölle geht.

Wie gesagt, einen schlechten Tag hat jeder mal, aber wenn man wirklich unglücklich ist, muss man etwas ändern und darf sich nicht wochen- und monatelang beschweren.

 

 

 

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

(Albert Einstein)

 

 

Es wird nicht passieren!

Es ist Wahnsinn nichts zu ändern, wenn man doch etwas verändert haben will.

Wir haben gar keine andere Wahl als aktiv unser Schicksal und damit den Werdegang unseres Lebens zu beeinflussen.

 


Es ist so einfach, man muss nur wollen und dann auch tun.

 

 


Und das wirklich Gute daran ist ja, dass wir das Meiste, über das wir uns tagtäglich beschweren, jeden Tag aufs Neue beeinflussen und verändern können.

 

Es ist so einfach!


Und bitte glaubt mir: Das Leben kann so kurz sein. Das weiß ich am allerbesten.

Es liegt in eurer Hand etwas zu ändern.

 

Und nochmal: es ist so einfach!

 

Also haltet endlich die Klappe und erzählt lieber, was ihr alles ändern möchtet, kneift die Pobacken zusammen und zieht es endlich durch.

Ich bin mir sicher, dass es sich am Ende lohnen wird.

 

Und für all Diejenigen die es einfach nicht lassen können und weiter im Selbstmitleid versinken:

 

„Heult leise!“

(Elyas M’Barek in Fack ju Göhte)

 

Love, Carrie

 

 

 

 

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