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 KOLUMNE à la CARRIE 

Ich bin konvertiert.

2 Jul 2017

Und zwar zum Veganismus.

 

So und genau jetzt werden die Ersten unter euch aufstöhnen und die Augen verdrehen.
Seit ich mich mit dem Thema auseinandersetze ist DAS für mich nichts Neues.  

 

 

Als ich angefangen habe mich vegan zu ernähren und auch in der Öffentlichkeit, also vor meiner Familie und meinen Freunden oder auch in einem Restaurant äußere, dass ich Veganerin bin, ist die erste Reaktion IMMER die gleiche: „Warum?“ Dazu gleich mehr.

 

Die zweite Reaktion ist dann in 75% der Fälle die folgende:

So ein Schwachsinn! Ökofaschisten! Du glaubst doch den Scheiß nicht. Selbstgeiselung ist das. Das ist so ungesund. Der Mensch braucht sein Fleisch.
Und das mit einer Aggressivität, dass ich manchmal das Gefühl habe, zu einem feindlichen Stamm zu gehören, der ausgerottet werden muss.

 

Bla.Bla.Bla.

 

Bevor ich Veganerin wurde habe ich mich davor schon über ein Jahr vegetarisch ernährt. Der Schritt war für mich nicht besonders groß. Ich habe gerne Fleisch gegessen, aber nicht all zu oft. Ich war neugierig ob ich es durchziehen kann und vor allem ob mir Fleisch fehlen würde.

 

Dem war nicht so.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch nicht so ausführlich mit dem Thema beschäftigt, dennoch war für mich damals schon klar warum jemand Vegetarier oder Veganer ist oder wird. Deshalb überraschte es mich umso mehr, dass wirklich JEDER EINZELNE IMMER frägt: Warum?


Mittlerweile bin ich von diesem ‚WARUM?‘ so genervt, dass ich auf das Wort vegan verzichte und an dessen Stelle behaupte, ich habe eine Allergie gegen tierisches Eiweiß. Den meisten Leuten leuchtet nämlich mehr ein, man verzichte auf bestimmte Nahrungsmittel, weil man eine Krankheit hat, als das Argument: ich habe Mitleid mit den Tieren.

 

Traurig aber wahr.

 

Die oben erwähnte verbale Ablehnung des Veganismus Vieler, bezieht sich übriges mehr auf Männer als auf Frauen. Ich möchte euch nicht eure Männlichkeit nehmen, wenn ich sage: ICH esse kein Fleisch.
Bombardiert werde ich dann mit nahezu lächerlichen Fragen, die mit den eigentlichen Argumenten weniger zu tun haben, als viel mehr mit der Verteidigung der eigenen Fleischesserei.
Dabei zwinge ich keinen Veganer zu werden, sondern schlage lediglich vor, sich mal besser zu informieren.

 

Neulich habe ich einen schönen Satz gelesen: „Wer gegen vegane Ernährung ist, weiß zu wenig darüber oder er verdient an tierlichen Produkten.“

Lassen wir den zweiten Teil des Satzes mit dem wirtschaftlichen Aspekt kurz außer Acht. Das schlimmste ist tatsächlich, dass die Meisten sich noch nie bewusst und offen mit dem Thema "Veganismus" auseinandergesetzt haben, und demnach die Fakten  - Beweise - nicht kennen, aber dann – bitte entschuldigt – ihr Maul aufreißen.

Das ist peinlich und daneben.

 

Zu gern zitiere ich das Genie Albert Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.“  

Ich denke dem ist nichts hinzuzufügen.

Ganz nebenbei: der gute Herr Einstein war Vegetarier und sagte auch: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern, wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.“

 

Aber zurück zum Thema.

 

 

 

 

„Vegan“ bedeutet für mich nicht nur eine Ernährungsform, sondern es ist ein Lebensstil. Das heißt, ich verzichte in allen Lebensbereichen auf tierische Produkte und Erzeugnisse. Das fängt bei der Ernährung an. Ich verzichte auf Fleisch, Milchprodukte und Eier.
Ich kaufe nichts mehr aus Leder, Echtfell oder Daunen.
Aber auch bei meiner Kosmetika und meinen Haarpflegemitteln achte ich darauf, dass diese vegan und tierversuchsfrei produziert werden.
Letzteres ist wirklich leicht zu ändern. Man muss nur einmal recherchieren welche Marken und Hersteller vegan und tierversuchsfrei zertifiziert sind. (Das Schlimme daran ist, dass grundsätzlich alle Marken die man so hat, noch immer Tierversuche durchführen, aber dazu bald mehr.)

Man muss weder auf irgendetwas verzichten noch tiefer in die Tasche greifen, denn meiner Erfahrung nach ist die Qualität wesentlich besser, ganz zu schweigen von dem guten Gewissen.

 

Natürlich habe auch ich nicht meine Lederjacke, meinen Daunenparka oder sämtliches Make-up genommen und weggeschmissen, das wäre im Übrigen auch nicht nachhaltig, sondern verzichte ab jetzt auf diese Materialien bzw. Inhaltsstoffe.

 

Bei der Ernährung ist es etwas schwieriger.
Natürlich muss (will) ich jetzt auf bestimmte Lebensmittel verzichten.

Und das ist tatsächlich leichter als gedacht.

 

Ein erster Schritt war für mich PETA auf Facebook zu abonnieren und mir einige Dokus und Videos anzusehen. Es sind genau die Art Videos, bei denen die meisten weiterklicken um sich nicht mit diesen furchtbaren Bildern zu belasten. 


Und genau das ist ein Fehler und verwerflich, wenn man dann aber voller Genuss das Aldi-Steak verschlingt.

 

Mir ist nach diesen Videos der Appetit vergangen.

 

Seit Monaten beschäftige ich mich wirklich tiefgründig mit dem Thema Veganismus und vor allem veganer Ernährung. Und auch bei mir ging es nicht von heute auf morgen. Tatsächlich war ich ziemlich erstaunt, wie viel ich nicht wusste und was uns die Fleischlobby vorgaugelt.

 

Da das Thema wirklich sehr interessant aber auch ziemlich komplex ist,  werde ich versuchen es übersichtlich zu gestalten und euch in mehreren Kolumnen darüber aufklären. Ich habe mittlerweile unzählige Beiträge, Bücher und Artikel gelesen und zwar nicht nur von überzeugten Veganern, sondern auch Studien von Medizinern und Forschern, sowie Artikel von der philosophischen und religiösen Seite.

 

Verwerflich ist für mich nicht, dass man weiterhin erstmal Fleisch und Milch konsumiert.

Verwerflich ist für mich, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt und ignoriert, welche Auswirkungen unser Fleischkonsum auf die Gesundheit, das Klima und den Welthunger hat, ganz abgesehen von dem von uns absichtlich verursachten großem Leid, das wir Tieren antun – und dafür gibt es keinen einzigen guten Grund.

 

Love  Carrie

 

 

Wie ihr seht ist es auch möglich einen Schokokuchen vegan zu backen.

Und was braucht man mehr im Leben - haha.

Und nein! Natürlich esse ich noch eine ganze Reihe mehr als das was ihr auf dem Bild sehen könnt, das ist lediglich eine kleine Auswahl von den Lebensmitteln, die ich zu mir nehme.

 

 

 

 

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