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 KOLUMNE à la CARRIE 

Zum Muttertag.

14 May 2017

Heute ist Muttertag.

Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai.

Aber kaum einer weiß – dazu gehörte auch ich –  warum wir diesen Tag überhaupt feiern bzw. die Geschichte dahinter.

 

 

Der Muttertag lässt sich nämlich zurück verfolgen bis ins antike Griechenland, in Form der Verehrung der Göttin Reha.

Maßgeblich beeinflusst hat den Muttertag wie wir ihn heute kennen, die amerikanische Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Insbesondere eine Frau namens Anna Maria Janis, die dafür kämpfte, dass ein offizieller Feiertag zu Ehren aller Mütter und der Mutterschaft eingeführt wurde.

 

In Deutschland allerdings wurde der Muttertag in den 20iger Jahren von der Gewerkschaft Deutscher Blumengeschäftsinhaber etabliert. Der ursprüngliche Gedanke – die Ehrung der Mutter- wich dem Drang zur Umsatzsteigerung. Und das nicht nur in Deutschland. Wegen der zunehmenden Kommerzialisierung versuchte übrigens die oben erwähnte Frau Janis, vergeblich diesen Feiertag wieder abzuschaffen.

 

Wir kaufen einen Strauß Blumen, die gute Schokolade, wir schreiben eine Karte, decken den Frühstückstisch, kaufen vielleicht auch Mamas Lieblingsparfum, ein neues Oberteil oder die passenden Ohrringe zur Kette.

 

Aber ehren wir damit wirklich unsere Mutter?

 

Keine Sorge Mama, auch wenn ich dieses Jahr am Muttertag nicht bei dir bin, bringe ich dir natürlich was Schönes aus Berlin mit. Aber ich möchte den ursprünglichen Sinn des Muttertags aufgreifen, und versuchen dich zu ehren.

 

 

 

Für Mama.

 

Was sagt man der wichtigsten Frau auf dieser Welt. Von der ich alles weiß. Von der ich so viel gelernt habe. Du bist so stark.  Du arbeitest so hart, so viel.

Du hast uns groß gezogen und nebenbei eine Firma übernommen und diese aufgebaut. Du hast uns gezeigt, wie hart man Arbeiten und was man dadurch erreichen kann.  Du hast dich in einer Männerwelt behauptet, getreu deinem Motte „Ohne Frau geht nix am Bau.“ Das muss dir erstmal Jemand nachmachen.

 

Du hast uns Grenzen gesetzt. Danke, dass wir diese überschreiten durften! Aber nur soweit, dass wir deinen Respekt nie verloren haben.

Das war uns immer das Wichtigste. Wir genossen die Freiheiten die wir hatten, in vollen Zügen, aber wir wussten immer, was wir uns erlauben durften und was nicht.

 

Ja du hattest es so oft nicht leicht mit uns. Ganz im Gegenteil, wir haben sicherlich viele Sachen gemacht, die dich enttäuscht und verletzt haben. Aber ich denke wir haben auch vieles richtig gemacht.

 

Du hast uns gelernt Respekt vor anderen Menschen, aber auch vor Tieren und der Natur, zu haben. Danke, dass wir (fast) jedes Haustier bekommen haben.

Generell hat es uns an nichts gefehlt. Ein riesen Haus. Ein noch größerer Garten. Das weiß ich erst jetzt zu schätzen.

 

Du hast uns gelernt offen durchs Leben zu gehen, offen für Religionen, Kulturen und andere Menschen. Danke, dass du uns die Welt gezeigt und in uns die Reiselust geweckt hast.

Hätte uns einer vor 10 Jahren gesagt, dass wir zwei uns ein Büro teilen, ja sogar am selben Schreibtisch sitzen müssen, wären wir wohl beide schreiend davon gelaufen.

Danke, dass du mich in meiner Sturm und Drang Zeit hast ziehen lassen, damit ich wieder zurück finden konnte.

 

Gerade jetzt, in dieser schlimmen Zeit, bist du mein größter Fels in der Brandung.

Müsste ich diesen Kampf alleine kämpfen, ich würde es nicht schaffen.

Wie zwei Löwinnen kämpfen wir für den einen Mensch, den wir so sehr lieben.

 

Danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich als Frau eine Stimme habe und diese einsetzen darf. Dass ich kritisch sein darf und Dinge hinterfrage. Ich bin so dankbar, was für ein Frauenbild du mir vorgelebt hast.

 

Du bist meine größte Kritikerin, auf deine Kritik lege ich so viel Wert.

 

Wir standen zusammen unter dem Eiffelturm, haben uns Croissants in einem Pariser Straßencafe schmecken lassen und dabei die Passanten beobachtet. Wir haben uns auf dem ‚Top of the Rocks‘ gestritten, weil du nicht das perfekte Bild von mir geschossen hast. Du bist mir ca. 100 Blocks durch Manhattan hinterher gerannt, bis ich endlich die richtige Carrie-Treppe gefunden habe. Du hast dir im Trump Tower ein Steak gegönnt, während ich alleine durch den Central Park geschlendert bin.

Wir sind mit dem Auto durch halb Italien gefahren und haben dabei einen Seitenspiegel verloren.

Wir haben Shopping-Marathons in Mailand, New York, Hamburg, London, Paris und Griechenland hinter uns.  

Treffen sich beim Yoga unsere Blicke, müssen wir lachen.

Ich lache auch, wenn du mich während der ‘Krieger Position 2‘ so stark antippst, dass ich das Gleichgewicht verliere.

 

Ach Mama, vor uns liegt noch so ein weiter Weg, aber zusammen schaffen wir alles.

Und ich bin mir sicher, dass bald die Sonne wieder etwas mehr scheint und wir gemeinsam noch ein paar Abenteuer erleben dürfen.

 

Ich empfinde so viel Stolz, so viel Dankbarkeit. Ich verehre dich.

 

In unendlicher Liebe,

 

Deine Carina

 

 

P.S.: Ich verzeihe dir, dass du mir nicht immer das schönste Pausenbrot geschmiert hast, Muttertier.

 

 

Die Bilder sind für mich etwas ganz Besonderes. Sowohl die Corsage, als auch der Rock gehörten meiner Mutter. Sie trug sie, als sie so alt war wie ich.

Den Rock habe ich kürzen lassen und beide Teile neu kombiniert.

Danke, an meine wundervolle Freundin Marie, die die wunderschönste Wohnung in Berlin hat und diese Bilder geduldig mit mir gemacht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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